Krankenhäuser im Laufe der Jahrhunderte

Die Geschichte des Krankenhauses reicht um einiges weiter in der Zeitrechnung zurück, als manch einer meinen mag.

Etwa 400 vor Chr. wurde auf der Insel Kos das Asklepieion gegründet, das durch Hippokrates berühmt wurde und bei dem es sich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit um das erste Krankenhaus der Welt handelt.

Zur Zeit von Kaiser Augustus (36 vor Chr. – 14 n. Chr.) wurden überall im Römischen Reich Lazarette (Valetudinarium) errichtet, in denen Legionäre gepflegt und sogar operiert wurden. Doch mit dem Untergang des Römischen Reiches und der Verbreitung des christlichen Glaubens verschwanden die krankenhausähnlichen Einrichtungen im europäischen Raum.

Unter Leitung der Kirche und auf dem Prinzip der Barmherzigkeit und Nächstenliebe basierend, entstanden im mittelalterlichen Europa Hospitäler, in denen sich Nonnen und Mönche aber eher um Alte und Bedürftige kümmerten oder Pilgern eine Unterkunft gewährten.

Etwa zeitgleich wurden im Orient Krankenhäuser gegründet. Hier wurden die Kranken kostenlos behandelt, Ärzte und Pfleger aus- und weitergebildet und fundiertes medizinisches Wissen gelehrt. Die Krankenhäuser verfügten über ihre eigenen Bibliotheken und Apotheken. Alleine in Bagdad gab es im 11. Jahrhundert annähernd 100 Krankenhäuser.

Erst ab dem 18. Jahrhundert entwickelten sich in Europa Krankenhäuser zu dem, was sie heute sind: Ein Ort, an dem diagnostiziert und therapiert wird.